Alljährliche Überprüfung der Atemschutzgeräteträger

13.12.2023

Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr müssen im Einsatz eine enorme physische Belastung sowie psychische Beanspruchung ertragen können und gehen dabei oft an ihre körperlichen Grenzen. Dafür müssen sie geeignet und vorbereitet sein. Deshalb haben sie bestimmte Voraussetzungen und Anforderungen zu erfüllen.

Eine sehr wichtige ist ihre gesundheitliche Eignung nach berufsgenossenschaftlichem Grundsatz G 26. Die Eignung für Atemschutzgeräteträger nach G 26, Gruppe 3 - Träger von Pressluftatmern - wird in regelmäßigen Abständen von einem Arbeitsmediziner geprüft. Weiterhin ist nach der Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) Nr. 7 eine jährliche "Belastungsübung" auf der Atemschutzstrecke Pflicht für jede Einsatzkraft der Feuerwehr mit Atemschutz.

In Zeiten nach der Verbreitung des Coronavirus haben die Kreisfeuerwehrzentralen ihre Atemschutzübungsanlagen wieder ohne Einschränkungen in Betrieb genommen und ermöglichen die gemäß FwDV 7 jährlich zu wiederholenden Belastungsübungen wieder normalisiert. Vor diesem Hintergrund haben eine erste Charge von circa. 10 Kameraden am 13.12.2023 die Feuerwehrtechnische Zentrale in Beselin erstmalig hierfür besucht und die jährliche Belastungsübung durchgeführt.

Im Rahmen dieser Belastungsübung wird durch die Kameraden zunächst die Einsatzkurzprüfung der Atemschutzgeräte durchgeführt. Dabei werden neben der Dichtheit des Geräts auch der feste Sitz der Flasche, der Allgemeinzustand und die akustische Warneinrichtung getestet.

Im Anschluss müssen die Kameraden mit angeschlossenem Pressluftatmer insgesamt vier Sportstationen, bestehend aus einem Armergometer, einem Fahrradergometer, einer Endlosleiter und dem Laufband, jedes Gerät für circa 40 Sekunden, absolvieren. Danach geht es in die eigentliche Atemschutzübungsanlage - ein Metallkäfig. In diesem Käfig gibt es verschiedene Hindernisse bei absoluter Dunkelheit und Verrauchung sowie simulierten Explosionen und Kinderschreien zu bewältigen. Damit sollen vor allem die Teamfähigkeit und die Stressresistenz sowie das Verhalten in dunklen und engen Räumen überprüft werden. Im Anschluss hieran müssen die Kameraden erneut die vier Sportstationen durchlaufen.

Währenddessen werden sie durch einen Mitarbeiter der FTZ Beselin und entsprechende medizinische technische Geräte überwacht. Jede Kameradin und jeder Kamerad erhält ein Armband mit einem Transponder, mit welchem sie sich bei jedem Sportgerät sowie der Atemschutzübungsanlage an- und abmelden müssen.

 

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